Bahnschienen ins Glück


ACHTUNG WICHTIGER GEBRAUCHSHINWEIS: DIE FOLGENDEN ZEILEN SIND WIEDER EINMAL NICHT GENAU UND AUCH DIE RICHTIG LÄSST ZU WÜNSCHEN ÜBRIG. ABER ICH HABE ES MIT VIEL HERZBLUT FÜR EUCH GESCHRIEBEN

 

Mittwochmorgen. Heute ist es Morgens so warm das man Draußen frühstücken kann. Aber schön so etwas in einem Land zu sagen, wo es oft nicht geht weil es zu warm ist. Ohne Worte. 

Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg zum DLD TLV Gelände gemacht. Natürlich wieder nicht ohne das wir uns einmal von unser Stadtexpertin einige Highlights auf dem Weg haben zeigen lassen. 

Unter anderem ein altes Kino. Dieses steht schon ewig leer und das ganze Kino schreit förmlich danach renoviert zu werden. Ein abgefahrenes Bild. Die DLD findet heute auf dem Gelände des Militärmuseums statt. Sehr unaufgeregt weißt uns ein kleiner Torbogen den Weg und als ich auf dem Gelände stehe war sofort mein erster Gedanke:“ Oh mein Gott fast die Hälfte findet Draußen statt.“ Und während ich innerlich diesen Gedanken forme, formiert sich über mir die Mittagssonne holt zum Aufschlag aus. 

Das Gelände muss man sich so vorstellen. Draußen auf der Fläche stehen die einzelnen Ländervertretungen und ihre Startups und einzelne ambitionierte Startups. Sehr bildlich sprechend stehen sie auf den alten Bahnschienen, die ihnen in den kommenden zwei Tagen die Fahrt in einen Sonnigen Exit liefern sollen. 

Am Ende des Geländes haben zwei uns sehr gut bekannte Brands ihre eigenen Standflächen: Google fordert die Szene auf sich gemeinsam über AI zu unterhalten und Samsung sucht „The next big Shit“.

In den drei uns zugänglichen Zelten und einer alten Lagerhalle, die jetzt schon meine besten Freunde sind, weil sie klimatisiert sind, finden die Talks statt. Hier sind es eher keine Keynotes, sondern Talkrunden oder Interviews die den Menschen Themen wie Mobility, AI, IoT (Internet of Things) etc näher bringen. 

Was mir persönlich dabei sehr stark aufgefallen ist, ist das es sehr sehr Seniorig ist. Unter Vice President geht nicht viel auf der Bühne. Das habe ich selber als sehr schade empfunden. Denn gerade die Neudenker der Szene zeigen uns doch sehr oft einfach noch einmal eine neue Denkweise auf. Naja aber diese Seniorigkeit ist dann vielleicht auch die Erklärung, warum hier zwischen den Slots eine kleine Liveband Jazz Musik spielt. Das hat mich mehr als irritiert. 

Bei einer Talkrund hatte ich kurzfristig mir die Augen reiben müssen. Ich dachte ich liege gerade zu Hause in meinem Bett und es weckt mich das Frühstücksfernsehen. Denn auf der Bühne war auf einmal Cherno Jobatey. Huch. 

Das Panel das er moderierte hieß: Go Digital. Mit ihm auf der Bühne unter anderem der Gründer von We Work (wie ich euch ja gestern gesagt hatte der Israeli), Stan Sugarman (ehemals bei G+J, jetzt bei Salesforce) und die Facebook Chefin von Israel. 

Fazit dieser Runde war es, dass die Rolle der Führungspersonen sich komplett gewandelt hat. Eine Führungsperson, in der digitalen Zeit, muss viel mehr eine demokratisches, dynamisches Arbeitsumfeld zulassen, denn die Kollegen reden mit und davon profitiert das Unternehmen.

Hier ging natürlich auch viel um den Ort des Arbeitens. Der einfach in der heutigen Zeit viel flexibler geworden ist. 

Aber auch die DLD hat mir wieder gezeigt, dass wirklich faszinierende passiert unter den Menschen. Jeder geht auf jeden zu und ist dem Thema offen. 

Wir trafen unter anderem ein Startup aus der Gabelstapler Optimierung. Den konnte von uns dann zum Beispiel unsere liebe Kollegin von der Haspa weiterhelfen. 

Wir haben auch eine Kollegin dabei, die quasi den nma von Estonia gegründet hat. Die erklärte mir erst einmal wie schwer es ist, Startups in so eine kleine Stadt zu bekommen, aber wie genial die Arbeitsbedingungen bei ihr sind. 

Mit in unserer Gruppe eine Frau die Seminare für Frauen in Führungspositionen anbietet um ihnen das Coden näher zu bringen. Denn wenn man diese Welt selber versteht, kann man auch anders für sie einstehen und als Rollmodel funktionieren. 

Und über dieses Thema sind wir dann beim Mittag auf einmal bei dem Thema gelandet: Wie bekommen wir dieses Thema näher in unsere Schulsysteme? 

Das erste was wir Frauen am Tisch machen werden, wir gehen erst einmal in ihre Kurse. Witzig auch, dass mit nach Karlie Kloss in Cannes, dieses Thema schon wieder über den Weg läuft. Es beschäftigt unsere Branche wirklich sehr. 

Den Abend habe ich dann erst bei der absinkenden Sonne am Strand verbracht um mich dann auf die Rothschild Straße zu schmeißen, wo über Kilometer zu ehren des DLD Digitale Kunst ihren weg auf die Straße gefunden hat. Von Boxen die durch Licht mir ein Gedicht erzählten oder Wasser das auf Klang reagierte. 

Das große Highlight muss ich euch zur Verfügung stellen. Es war eine Projektion auf einen  Springbrunnen. Diese Projektion sah so aus, als würde ein Mensch durch den Wasservorhang tanzen. Schwer zu erklären, genial zu erleben. 

Dann hatten wir einen Empfang, gekoppelt mit einer Ehrung einer Holocaust überlebenden. Da einige von uns heute an der Klagemauer waren und heute auch die Armee ganz besonders Stark über uns kreist (es braucht sich gerade wieder etwas zusammen in Gaza) waren natürlich dann solche Themen angesagt. Es ist aber doch noch einmal anders in dieser Stadt über diese Themen unser Vergangenheit und auch den traurigen Ausläufern der Gegenwart zu sprechen. 

Die Nacht haben wir dann am Strand mit Fazitgesprächen ausklingen lassen und auf dem Heimweg noch eine traditionelle Teigtaschen gegessen. 

Oh man es kreist so viel in meinem Kopf und Morgen geht es schon wieder Heim. Ihr hört Morgen wieder von mir. Dann leider schon mit dem vorläufigen Fazit zu Tel Aviv und was ich am Donnerstag noch erlebt habe. 

Aber eines verrate ich euch schon jetzt: Hier war ich nicht das letzte Mal in meinem Leben.

Ganz liebe Grüße

eure Franzi 

 

 

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