Der perfekte Appetit

ACHTUNG WICHTIGER GEBRAUCHSHINWEIS: DIE FOLGENDEN ZEILEN SIND WIEDER EINMAL NICHT GENAU UND AUCH DIE RICHTIG LÄSST ZU WÜNSCHEN ÜBRIG. ABER ICH HABE ES MIT VIEL HERZBLUT FÜR EUCH GESCHRIEBEN

Hallo Sonntag, hallo Cannes, hallo Health Lions,

ich hab durchgeschlafen und mich auf diesen einen Moment gefreut. Iht müsst euch vorstellen ich habe komplett verschließbare Rolladen. Das ist super für die Nacht, aber kennt ihr den Film „Liebe braucht keine Ferien“. Wenn Kate Winslet im Bett liegt und sich freut das sie elektrisch die Rolladen runter zubekommen. So wird es dunkel in ihrem Zimmer. Genau so freue ich mich, wenn ich sie Morgens auf mache und keinen Regen, kein Gewitter und auch keinen grauen Himmel sehe.
Cannes lacht mich an und ich lach einfach zurück!

Okay ich kann nicht so perfekt lachen wie die drei Damen die heute meinen Tag gestartet haben, aber ich versuche es.
Ich habe nämlich heute Morgen als erstes mir Facebook angesehen. Facebook Health wichtig zu wissen. Wie werbe ich für die richtigen Augentropfen auf Facebook?
Die drei Damen auf der Bühne sahen aus als würden sie nie irgendein Medikament brauchen. Perfekte bräune, perfekte Haare, perfekte Kleider und dazu noch perfekte Rhetorik.
Die Zahlen die sie uns gezeigt hat waren sehr beeindrucken.
Mobile is here to stay: Gute drei Stunden verbringen wir Erwachsenen an unserem Mobilephone. Immer noch gehen eine Million Menschen jeden Tag das erste Mal in ihrem Leben online.

Zum Thema Health suchen 48% der Millennials, 38% der Generation X und 23% der Baby Boomer Generation ihren Arzt online.

Das eröffnet völlig neue Felder. Früher haben wir die Menschen über ausbrechende Epediemin oder Dinge die sie nicht konsumieren sollen über Radio und später TV informiert. Jetzt hat Facebook die Power zu einer ganz bestimmten Zeit, an einem ganz bestimmten Ort die Menschen über Dinge zu informieren.

Den Kunden den Facebook dann mit auf der Bühne hat, ist der führende Brand für Augentropfen in den USA. Spannend hier ist, das Facebook extra Regelungen für den Bereich Health eingeführt hat, damit es Brands einfacher gemacht wird dort zu werben.

Ich fand den Part von Facebook spanennd, die beiden Brandpartnerinnen auf der Bühne waren doch sehr aufgesetzt. Naja.

Christian und ich haben lieber unseren Weg ins nebenan gelegene Palais gemacht und haben uns den Vortrag der Kreatoren der Opening Galas der Olympischen Spiele in Brasil angesehen.
Ich nenne mich ja selber Herzblutblogger, aber Gott drei Menschen mit sol viel Herzblut auf der Bühne habe ich selten gesehen. Man merkt das Land und das Projekt sind ganz eng mit ihrem Herzen verankert und ganz genau so haben sie uns auch ihre Präsentation gehalten.

Ich frage mich wie ich mit dem Druck umgegangen wäre. Wir erinnern uns zurück, das Land war komplett im Chaos vor diesen Olympischen Spielen. Die Spiele standen in der Kritik, die Politik war auf der Anklagebank und auch die Sicherheit stand zur Diskussion. Und der Satz der den dreien mit auf den Weg gegeben wurde war folgender: „Mit eurer Opening Gala macht ihr entweder die Olympischen Spiele zu etwas ganz besonderem oder ihr versaut es gleich am Anfang.“ Kaum Druck oder?
Als die ersten Trailer liefen zu den Spielen sagte Chrisitan direkt zu mir:“ Ich muss die Eröffnung noch einmal sehen.“ Und so war das Gefühl auch wirklich. Mit dem Hintergrundwissen, dass alle anderen Stadien der letzten Jahre extra für die Spiele gebaut wurden und daher die perfekten Gegebenheiten hatten um so eine Eröffnungsshow auf die Beine zu stellen. Aber das Stadion in Brasielen war für die WM gebaut und hatte daher leider nicht wirklich irgendeinen Vorteil den man sich zu nutze machen konnte für diese Spiele.

Schön zusehen war, dass sie am Anfang die Aussage getroffen haben: “ There is only Memories, with Emotions.“ Jetzt wo ich die Videos sehe erinnere ich mich auch an diese Riesenrückwand vor der alles stattgefunden hat.

Als dann die Eröffnung der Olympischen Spiele stand, hatten sie auch noch die Paralympischen Spiele vor der Bruste. Hier hatten sie ein Ziel. Sie wollten das Wort „Behinderung“ verbannen. Denn bei dem Wort Behindert denken viel, diese Menschen wäre nicht in der Lage etwas großes zu leisten, aber sie sind definitv in der Lage sehr viel zu leisten.
Und der Kartenverkauf war bis zum Tage der Eröffnung sehr sehr niedrich in Rio. Das tolle, nach der Eröffnung haben sie 1 Millionkarten verkauft, was Paralymoischer Rekord ist.

Und jetzt solltest ihr zu Youtube gehen und euch noch einmal diese beiden Show ansehen und immer im Hinterkopf behalten: Bei dieser Show hatten die Machen, die alle samt Filmemacher sind, nur einen Take. Hier gibt es keinen zweiten Versuch.

An alle die ich jetzt nicht an Youtube verloren habe, es geht weiter: Und zwar mit meinem persönlichen Lieblingsthema: ESSEN:)
Das Thema der Session war: Appetite Creativity.
Nicht nur ich, sondern auch die drei sympatischen Asiaten auf der Bühne fragten sich:“Was um himmelswillen hat Appetit mit Kreativität zu tun?“
Ganz einfach. Wir haben so viele Einflüsse um uns herum, dass wir einfach alle satt sind. Uns muss schon auf etwas richtig Apetit gemacht werden, damit wir es wieder konsumieren. UHHHH I like die Idee. Das ist in meinen Augen die erste, richtig geile Antwort auf das Thema Content Shock. Das schreibe ich mir mal gleich hinter die Ohren.
Dankenswerterweise aber geben die drei sympatitärger auf der Bühne mir auch noch fünf Tipps mit an die Hand, wie ich das Ganze umsetzen kann.

Das Hauptthema, das über diesen Thesen kreist ist: Vor dem Essen trinkt man gernen einen Aperitif. Dieser Aperitif schmeckt aber oft als würde ihm noch etwas fehlen, als wäre er noch nicht perfekt. Man möchte andere Flavors adden. Und dieses Gefühl man möchte dem ganzen noch etwas hinzutun erzeugt den Appetit.

Tipp 1: Beschränke die Erfahrung. Weil wenn wir nicht alles gleich verraten, schmeißt dieses unser Kopfkino an. Hierzu gibt es einen schönen Casefilm: https://m.youtube.com/watch?v=-kAIXaxnNTY
Am Ende soll es uns sagen, dass das Unvollkommene uns zu dem großen Ganzen führt.

Tipp 2: Beschränke den Grad an Informationen den du gibst, denn so steigt die Neugierde und damit der Appetit darauf.
Sie sagen keine Videotechnik wie VR oder AR kann das toppen, was in unserem Kopfkino abgeht. Kann ich nur unterstreichen. Wer da auch immer in meinem Hirn Regie fürht, hat schon sehr oft einige Oscars verdient. (Notiz an mich selbst: Bestelle kleinen Oscar bei Amazon für meinen Girnregisseur).

Tipp 3: Beschränke die Sinne, die der Rezipent hat.
Je weniger wir durch zum Beispiel Geräusche abgelenkt werden, desto mehr nehmen wir das wirklich wichtige wahr. Hier gibt es einen ganz schönen Case dazu, Achtung Männer, dass ist ein sehr weiblicher Case und wer von euch noch mit der Frage aller Fragen aussteht sollte diesen nicht seiner Freundin zeigen! https://fr.adforum.com/creative-work/ad/player/34544622/hand-meets-hand/tiffany-co

Tipp 4: Beschränke den Context in dem Dinge stattfinden. Da sage ich gar nicht viel zu: Nur guckt diesen Case! Love it. Ab der hälfte habe ich gedacht: What the F..k soll dieser Quatsch. Aber sehr selber. https://m.youtube.com/watch?v=v6DUSuJi1CU

Tipp 5: Tja und der letzte der lässt mein Herz aufgehen. Wer kennt das nicht. Wir lieben eigentlich alle das Essen, dass es zu Hause bei Mama gibt. Das ist gar nicht mal immer perfekt. Vielelicht mal auf unterscheidlichen Tellern, mal in der zu warmen Stube, aber am Ende immer lecker. Das Bringt uns zu: Beschränke das was du für Ideal hälst. Im Unperfekten liegt das perfekte. Denn das Unperfekte macht sympatisch.
Ach schöner Vortrag, ich bin immer noch ganz beeindruckt von der Brücke zwischen Appetit, Unperfektion und Kreativität. Super schönes Bild, hat man einfach gleich vor Augen.

Nach diesem so einfühlsamen Vortrag geht es ein wenig mehr auf die 12. Oder besser: Aus diesem Vortrag kommen nur die stärksten wieder raus. „Survival of the Fittest“ war das Motto. Dana White. Dana ist ein Mann und dieser Mann hat es in sich. Dana ist der Chef der UFC. Wem das jetzt alles nichts sagt, kurzes Video: https://m.youtube.com/watch?v=m97UWd2QuAI Also basicly auf die Nase 😉
Ich konnte auch nicht so ganz mit seinen Ansichten übereinstimmen, aber lustig war es schon sich anzugucken.
Er sagt er arbeitet 24/7/365. Ich finde ja immer Menschen die das so betonen müssen unglaubwürdig. Wie war letztes Jahr noch der Spruch von Under Armour:“ Zählen tut das, was du im verborgenen tust.“
Der Mann trägt es eher als eine *Piep*Verlängerung vor sich her.
Eben so sagt er das die einzigen Sportler an die sich wirklich jeder erinnern kann, Sportler aus der Kampfszene sind. Auch das kann ich nicht unterschreiben. Klar wir kennen alle Ali, auch gerade hier weil er an der Croisset ausgestellt ist, aber wir kennen auch alle Micheal Joarden und der hat eher mit einem großen Ball gespielt, als mit seinen Fäusten.
Naja es war lustig mit anzusehen wie sich der Moderator fast eingenässt hat, weil er Angst hatte bei der nächsten Frage die Rechte des Herrn White auf seiner Nase zu spüren.
Naja ich hab mich lieber wieder damit beschäftig mich warm zu halten. Gott dieses Theater war heute wie auf einen Eisschrank abgekühlt und das bei den aktuellen Temperaturen draußen, brrrr.

Als der Herr dann wieder von der Bühne verschwunden war, wurde es Zeit für ein wenig Grazie und für den ersten Vortrag diesen Jahres den ich für meinen Job als sehr wichtig angestrichen habe.
Eigentlich mischt sich hier gleich vor meinen Augen die Rolle des Kinovermarkters, mit unserem neuen Feld in der Weischer.Media, mit Influencer Marketing.
Der Titel versprach schon wirklich viel: Classic Hollywood meets the YouTube Generation: Who are Fans following?
Auf der Bühne Laura Dern bekannt aus Wild, Jurassic Park und 58 weiteren Filmen. Und neben ihr auf der Bühne YouTube Star Grace Helbig.
Beide stehen mitten im Saft ihrer Karriere. Laura wird Ende des Jahres auch in Star Wars zu sehen sein. Wie sehen also beide den Wandel in der Branche?

Für die Grande Dame aus Hollywood ist das ganz klar. Und sie sagt das auch ohne jeglichen Vorwurf. Früher war es so das das magische die Hollywood Stars ausgemacht hat, das sie geheimnisvoll waren. Das man wenig von ihnen wusste, dass sie unerreichbar wirkten. Das muss sich jetzt ändern, aber das fällt vielen nicht all zu leicht.
Andererseits ist sie froh über die Veränderung, dass viele Marken in den Film investieren. Denn so sind viele Filme und auch Serien möglich die es früher auf Grund von fehlendem Budget nicht auf die Leinwand geschafft haben. Das macht das Feld von gutem Content wesentlich größer.

Bei den YouTubern ist es etwas anders sagt Grace. Sie muss schon eher aufpassen nicht zu viel preis zu geben und natürlich sich ihre Kooperationen ganz bewusst auszusuchen. Nicht jeder Brand passt zu ihr. Und für sie sind ihre Follower wie ihre Kinder. Sie will nichts tun was ihnen schadet.
Krasse Ansicht, aber hilft bestimmt beim erhalt ihrer Marke.

Aus dem Grund, dass sie so vorsichtig mit ihrer Audience ist, für die Brands gutes Geld bezahlen um sie zu erreichen, versteht sie es aber auch nicht wie von Brands hin und wieder das Feedback kommen kann, das ihnen Content von ihr nicht gefällt. Denn wenn sie happy damit ist, muss dem Brand doch bewusst sein, dass genau dieser Content, der Content ist der ihre Audience erreicht.
Schön fand ich auch zwei Zitate von ihr, die haben besonders nach dem Herren mit den großen *Piep* vor ihr auf der Bühne gepasst. Sie hat gesagt:“ Confidence is silent“
Und nach der Frage ob sie denn nicht irgendwann auf einer anderen Plattform produzieren will, sagte sie nur:“ Tanze immer mit dem, der dich auch zum Ball gebracht hat.“ Sorry Netflix, es wird wohl YouTube bleiben.

Aber sie findet den Gedanken schön Hollywood mit YouTube zu vermischen. Sie sieht ganz wunderbare synergien in der Zusammenarbeit. Und bei einigen Videos tut sie dieses jetzt auch schon.

Süß fand ich auch noch die Story, als sie ihren Eltern erzählt hat was sie macht. Sie hat sie angerufen und gesagt:“ Ich habe jetzt ein Appartement in Brooklyn und ich mache hier jetzt Videos fürs Internet.“ Auf der anderen Seite war erst Stille und dann haben ihre Eltern gesagt:“ Also macht du jetzt Pornos, gut dann müssen wir gucken wem in Familie wir das erzählen. Auf keinen Fall Oma.“

Der Talk ging noch länger und wir sollten uns ihn auf jeden Fall ansehen. Ich werde mich in Deutschland da einmal drum kümmern.

Danach habe ich noch einem Seminar gelauscht. ja gelauscht, denn es war im dunkeln und es sollte nur um das Storytelling im Kopf, durch Sound gehen.
Leider war die Umsetzung nicht wirklich gut gemacht. Von daher hiervon leider nichts mehr zu erzählen.

Heute Abend ist keine Award Show, nur Cannes Spirit aufsaugen. Das mache ich jetzt.

Ich freue mich auf euch Morgen wieder.

Alles liebe eure,
Franzi

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