Es ist Social Media, nicht Sales Media!

D2M Konferenz in Hamburg.

Wie ihr auch in meinem Blog lesen könnt hat mir diese Veranstaltung letztes Jahr die Socken ausgezogen. Gott fand ich das geil hier. Also ganz schöne Vorschusslorbeeren für dieses Event. Mit mir heute im Gepäck auch noch drei Kollegen.

Letztes Jahr waren wir noch im muggeligen Kino des East Hotels. Die Zeiten des muggelns scheinen vorbei zu sein. Wir sind in einem großen Saal, mit Twitter Wall uhhh.

Den Opener machte dieses Jahr für uns Jasper Rosenau.

Während viele noch ihre Social Kanäle checkten, um zu sehen was über Nacht passiert ist, erzählte uns Jasper das wir 11-13 Stunden täglich Content konsumieren. Das glaube ich ihm ungesehen. Und drehe mich noch einmal im Raum um.

Das Fazit aus seiner und meiner kurzen Observation: Nicht nur Frauen sind heutzutage noch Multitasking fähig.

Das Buzzword hier heute den ganzen Tag war der große Content Shock. Ich verstehe das immer nicht. Wir sind doch alle Herr unseres eigenen Content Shock. Ihr zum Beispiel. Ihr habt euch doch ausgesucht meinen Artikel heute zu lesen. Das habe ich euch nicht aufgetragen. Und alles was ich tue, weil ich mich dazu entschieden habe versetzt mich nicht in Shock. Ja ich weiß jetzt kommen noch so Themen wie: “Ja aber man hat immer das Gefühl das man muss.“ „Eigentlich will ich ja gar nicht, aber sonst verpasse ich etwas.“ Aber ist das nicht eher unser Problem und nicht das des Contents? Vielleicht müssen wir wieder eher lernen, dass wir nicht jeden Content mitnehmen müssen. Vielleicht eher wieder Spezialisten in eigenen Themen werden?

Sorry kleiner Einwurf von mir. Jetzt wieder Jasper.

Seine Lösung gegen den Content Shock und das versumpfen in Dschungel aus Content: Guter Content. Mh ja das macht Sinn.

Die Audience muss das Herz des Contents sein. Was interessiert sie, was gibt ihnen Mehrwert, wofür interessieren sie sich und dann generieren wir Aufmerksamkeit.

Und ganz wichtig Focus darauf das der Content etwas ist, das man gerne shared. Denn dann steigern wir unsere Reichweite.

Seine Top Gründe etwas zu sharen sind: Usefull, Belonging, Leadership, Emotional und Achtung deutsches Wort: Zeitgeist.

 Dann kam ein Herr dazwischen, den finde ich nicht so reason to share mit euch und im Anschluss kam Svea von der DB.

Die DB hat seit 2015 einen Blog. Wusste das einer von euch? www.inside.bahn.de

Der persönliche Weg der DB zu uns Kontakt aufzunehmen. Denn die Bahn hat für sich selber erkannt das sie „Banisch“ sprechen und nicht für jedermann so wirklich gut zu verstehen sind.

Gute Idee der Bahn, dass zu machen um sie besser zu verstehen. Guckt mal selber auf die Seite, mir hat es nicht so wirklich geholfen…

Als nächster auf der Bühne der Janis von Audi. Janis hat uns das Zitat des Tages mitgebracht:

Your Brand is what people say about you when you´re not in the room.“ von Jeff Bezos.

Seine Erkenntnis: Menschen gebe heute Geld aus um Zeit zu sparen. Das ist ein Zug um drauf aufzusteigen. Ähnlich wie die DB eben. Daher wohl meine Idee mit dem Zug;)

Und natürlich auch wie viele heute sagt er: Vergesst die Reichweite, was zählt ist die Aufmerksamkeit. Gut das schafft Audi finde ich mit seinen imposanten Ideen oft sehr gut.

Bei Audi arbeitet man nach den drei C´s: Content + Context + Community.

Um dieses umzusetzen investieren sie in das Vertrauen und die Beziehung mit ihrer Community= #vorsprungdurchfans

 

Geile Idee war ihr Viral und das daraus resultierende Home of Quatro. Sehr selber: http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Audi-Drei-Quattros-ziehen-40-Tonner-aus-dem-Schnee-145333

Und abschließend sagt er noch: “Ist Social Media not Sales Media.“ Ja da können wir jetzt mit machen, was wir wollen.

 Kurz eingeschoben, dieses Jahr war leider nur halb so interessant wie letztes Jahr. Aber naja gut.

Spannend war dann noch einmal der Mark von Mavens.
Seine These des Tages: Content Marketing greift zu spät in die Kaufentscheidung ein.

Wie will er das ändern? Nur noch 13% suchen bei Suchmaschinen 1-2 Worte. Eher werden 5+ Worte gesucht. Diese SEO Optimierung schafft kein Mensch. Darum soll man den User schon eher mit dem Content in Kontakt treten lassen.

Na wenn das der Schlüssel ist. Er sagt, der muss es sein denn große Etas wandern aus dem TV und Co. Ab. Daher muss man bei der Suche im Netz mit auftauchen.

Die Menschen müssen anfangen über dich zu sprechen. So erhältst du Sichtbarkeit. Okay ist das nicht der Urgedanke von Social Media?

Okay Leute den Bonbon zum Schluss. Wirklich schöner Vortrag und ein Beispiel wie auch kleine Marken im Social Media erfolgreich sein können, ohne sich eine Bibi auf die Fahne zu kleben.

Die Firma Steadler, das sind diese Bleistifte die Schwarz und Gelb sind. Die haben sich auf Instgram auf die Suche gemacht, wo ihr # verwendet wird.

Als sie dann fündig wurden, haben sie diese Bilder geliked, als Brand selber. Wenn es besonders gut war haben sie sie auch kommentiert und wenn es richtig gut war haben sie gefragt ob sie ihre Bilder auf ihrem Kanal teilen können.

So haben sie sich kleine Influencer, die anfangs eine Reichweite von 30.000 Followern hatten zu 220.000 Followern ausgebaut.

Mega cooles Beispiel. Viel viel Arbeit, darum haben sie auch mittlerweile eine Agentur, die ihnen bei der Pflege ihrer Kontakte hilft. Aber schönes Beispiel wie es gehen kann, wenn man mit seinen Konsumenten direkt in Verbindung tritt.

 

So Leute und das war es auch schon. Dieses Jahr war es leider etwas Mau. Die Speaker waren nicht solche dicken Schiffe wie beim letzten Mal. Aber wie immer, man nimmt doch noch die eine oder andere Perle dabei mit.

Ich hoffe ihr auch und das nächste Mal wenn ihr mich hier liest, dann ist es schon aus Cannes. Oh Gott wo bleibt die Zeit.

Ganz liebe Grüße

Eure Franzi

 

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