Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt…

 

ACHTUNG WICHTIGER GEBRAUCHSHINWEIS: DIE FOLGENDEN ZEILEN SIND WIEDER EINMAL NICHT GENAU UND AUCH DIE RICHTIG LÄSST ZU WÜNSCHEN ÜBRIG. ABER ICH HABE ES MIT VIEL HERZBLUT FÜR EUCH GESCHRIEBEN

 

Manchmal sind es ganz Simpel die Begegnungen mit Menschen, die eine Ort, eine Reise, einen Moment, eine Erfahrung unvergesslich machen. 

Ohne das ich dieses um 07:00Uhr diesen Tages schon wusste, stand dieser Tag ganz eindeutig unter diesem Motto. Ich lag in meinem Bett und freute mich im vierten Stock des Hotel über die Klimaanlage , denn Draußen war der Toaster ganz offensichtlich schon wieder an. 

Als ich noch so vor mich hin träumte rumste es auf einmal ans Fenster. Nach einem kurzen Herzinfarkt, blickte ich in die lieben Augen des Fensterputzers, der sich sichtlich über mein verdutztes Gesicht freut und einfach lieb gewunken hat, sich dann aber umdrehte, damit ich die Gardine zu machen konnte.
Das war doch schon einmal sehr nett geweckt wie ich finde. 

Dann ging es zum Frühstück, dass mit unserem Frühstück in Deutschland rein gar nichts zu tun hat. Es war einfach genial. Salate von Quinoa bis hin zu Schafskäse. Käse in Sorten wie es nur sonst die Feinkosttehke bei Edeka kennt und dazu noch Rotebethe Saft. Wow! Hier bleibe ich. 

Ich bin ja in dieses wahnisnns Land dem Ruf des nma gefolgt und das haben mit mir noch so ca. zehn andere Personen getan. Diese Menschen habe ich zum Teil beim Frühstück wieder getroffen und wir sind alle sehr schnell in das lebhafte erzählen gekommen. 

Da uns dieses erzählen so gut gefallen hat, haben wir uns zu viert nach dem Frühstück weiter auf den Weg gemacht die Stadt zu erkunden.
Denn um zu wissen warum diese Stadt so ist wie sie ist und nicht anders, muss man sie auch erlebt haben. 

Unser Weg durch die Stadt führte uns zu erst über den großen Markt der Stadt. Hier lagen Handyhüllen, neben koscheren Fleisch und das OBST oh mein Gott. Aber alles sehr unaufgeregt und ruhig. Oft kennt man ja diese Märkte in anderen Ländern mit sehr aggressiven anmachen. Hier gar nicht. Man konnte sich einfach selber treiben lasse. Das haben wir auch getan. 

Nach diesem treiben war der Ruf des Meeres aber so groß, dass wir es endlich auch einmal sehen wollten. Kennt ihr die Szene von Sit aus Ice Age, wenn er sagt:“ Meine Füße schwitzen, meine Füße sind heiß heiß.“ So war das betreten des schneeweißen Sandes. Erst Freude über die wärme an den Füßen und in der nächsten Sekunde unsäglich heißt. Das Wasser hatte dann auch eher Badewannen Temperatur. Natural Jacuzzi würde ich mal sagen. 

Schnell wieder raus aus der Sonne. Meine Hautfarbe ist leider eher Wandfarbe und von daher sollte ich es lieber nicht übertreiben.
Und was soll ich sagen, es war die beste Entscheidung. Denn oft sind es die Begegnungen mit Menschen die das Leben aus machen.
Am Tisch unter dem Sonnenschirm saßen von zehn Jahre jünger als ich, bis hin zu über zwanzig Jahre älter als ich alles was die Palette an Lebenserfahrungen zu bieten hat. 

Wir hatten Themen die uns aber alle auf  die selbe Art beschäftigen. Wo geht unser Job hin. Anerkennung von Frauen. Das geliebte Haustier. Was sind die Dinge die am Ende des Tages wirklich zählen.
Dieses Gespräch unter dem Sonnenschirm und später in einem kleinen Laden, mitten an der Straße, mit dem besten Humus den ich je gegessen habe, werde ich nie vergessen und vor allem nicht die Menschen mit denen ich diese Gespräche hatte.
Wahnsinn. Was für ein Geschenk in dieser heiligen Stadt.
Manchmal sagt man ja, Dinge passieren nicht ohne Grund. Das kann ich heute nur so unterschrieben, diese Menschen habe ich nicht Grundlos getroffen und es hat mich um einiges reicher im Herzen und im Kopf gemacht. 

Nach diesem unbezahlbaren Erlebnis ging es mit der Delegation zum Treffen im Mindspace. Dort haben wir von Israelis gehört was diese Stadt eigentlich zur sechst größten Startup Stadt der Welt macht und was die unterschiede sind. 

Ich will hier nicht all zu viel wegnehmen, weil genau dazu bekommt ihr von mir noch einen Vortrag in Deutschland, aber ein wenig lecker will ich euch dieses Thema schon machen. 

Stellt euch vor am Tisch: Ein Angel Investor aus Tel Aviv, ein Gründer aus Tel Aviv, ein Franzose der lange in Tel Aviv gearbeitet hat, dann nach Kalifornien gegangen ist und jetzt wieder da ist und eine atemberaubende Frau die selber nicht viel älter als ich aus sieht, die aus Jerusalem kommt, ein Startup hat und sieben Kinder (wovon der älteste 19 Jahre alt ist).
Schon hier am Tisch wird der Unterscheid zwischen Tel Aviv und Jerusalem sehr deutlich. Die zwei Männer aus Tel Aviv plädieren sehr für ihre Stadt, die Frau aus Jerusalem für ihre Stadt. Und ihr müsst euch immer vor stellen wir sind mit der Bahn in 45 Minuten von hier in Jerusalem.
Es ist ein wenig wie Osten und Westen in Deutschland. In Tel Aviv lässt sich leicht mehr Geld verdienen, die Mieten sind dafür aber auch unglaublich hoch. Wo hingen man weniger Geld in Jerusalem verdient und die Mieten geringer. 

Schön war das der Franzose, der vielleicht in diesem Hamburg vs. Pinneberg Streit nicht so eng verwickelt ist, einfach irgendwann trocken sagte:“ Vom Mond sehen beide sehr nah zusammen aus.“

In Tel Aviv gibt es eine fülle von Startups, in Jerusalem passt noch jeder aus dieser Szene in eine Whatsapp Gruppe.

Aber es verändert sich gerade sehr viel. Der Bürgermeister von Jerusalem ist selber Gründer gewesen und hat einen großen Exit hinter sich. Daher legt er eine gute Infrastruktur für Startups in Jeruselm.
Apropo Infrastruktur. Wusstet ihr das so wohl Mindspace, als auch wework, beides Co-Working Spaces die wir auch in Hamburg haben und die es überall in der Welt gibt, gegründet wurden von Israelis? 

Zwei Probleme die hier ganz genau so bestehen, wie bei uns in Deutschland:
1. Kinder lernen hier auch in der Schule 80% die sie für ihr Leben nie wieder brauchen, aber eines der wichtigsten Handwerkszeuge unserer Zeit, das Coden lernen sie auch hier nicht. Das hätte ich nicht erwartet.

2. Frauen sind auch hier nicht wirklich vertreten in der Gründerszene. Aber es gibt so einige gute Einrichtungen um dieses zu ändern.

Eine der größten Branchen die es hier gerade gibt für Startups gibt, ist die Automobilindustrie. Sehr viele Startups arbeiten zur Zeit an den Smartcars und hier vor allem an der Security, damit dir niemand dein Auto haken kann.
Hier sehen sie die größten Exits kommen. 

So mehr aber in meinem Vortrag am 21.09.2017 bei uns im Büro. Ich freue mich auf euch.

Der Abend klang dann noch aus mit einer Roftop Party, bei der wir Vorträge von zwei Gründerinnen aus Israel gesehen haben.
Sehr schön fand ich hier den Satz der einen Dame , die gerade ein Gerät zur Früherkennung von Krebs entwickelt hat. 

Sie sagte: „Damit das sie ihr eigenes Startup gegründet hat, hat sie sich ein stückweit ihre eigene Realität geschaffen. Denn in ihrer Realität löst sie einfach die Probleme, die sie sieht. 

Und mit diesem Satz möchte ich für heute gerne Schluss machen. Morgen geht es dann zum DLD. Das wird auch noch einmal einiges an Input. Ich freue mich und ihr könnt euch auch freuen. 

 

Ganz liebe Grüße eure Franzi

 

 

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