Snoopy der Copliot

ACHTUNG WICHTIGER GEBRAUCHSHINWEIS: DIE FOLGENDEN ZEILEN SIND WIEDER EINMAL NICHT GENAU UND AUCH DIE RICHTIG LÄSST ZU WÜNSCHEN ÜBRIG. ABER ICH HABE ES MIT VIEL HERZBLUT FÜR EUCH GESCHRIEBEN

Hallo ihr Lieben,

so jetzt ist der da, der Tag. Heute werden die Türen geöffnet.
Hab ich gestern eigentlich erzählt das es hier nicht nur warm ist, hier ist es heiß! Das ist natürlich nicht schlimm, aber wenn man bei 11 Grad abfliegt und bei 33 wieder aussteigt, nicht zu sprechen von der AC im Flugzeug, dann ist das für den Körper doch ein Shock.
Zumindest sagten mir das gestern meine dicken Füße. Meine Herren ich bin echt so ein Nordlicht.
Aber ab heute wusste ich ja wieder es tagsüber klimatisiert für mich 😉

Da ich aber wusste wie es wird am Tage habe ich was gemacht? Na wer mich aufmerksam gelesen hat letztes Jahr kann es sich wahrscheinlich schon denken.
Ich war laufen. Oh wie schön das ist, blaues Meer, Strand. Das macht so spaß. Kurz getrübt wurde der Spaß, als man dann doch ein paar Meter weiter weg vom Palais sah was im letzten Jahr alles in Frankreich passiert ist.
Sicherheit ist diese Jahr doch noch um einiges höher als letztes Jahr. Da helfen leidet auch nicht die schönen Blumen auf den Betonklötzen. Aber, alles was hilft. Es ist zu unserer Sicherheit.

So Lauf beendet, ab in die Umlaufbahn. Jan-Eric und ich machten uns auf den Weg zum Palais, zu Mike Massimo. Mike war der erste Astronaut der aus dem Weltall getwittert hat.
Wie letztes Jahr schon gesagt, Jan-Eric seine Nase ist wirklich gut, also bin ich auch dieses Jahr wieder mehr als gerne hinterher gelaufen. Und was soll ich sagen, ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Erster Vortrag bei Cannes Lions 2017 und ich hatte am Ende gleich Tränen in den Augen.
Mike ist wirklich ein echter Geschichtenerzähler und das bei einem der im Weltall war, keine all zu schlechte Kombination.
Mike zeigte uns ein Foto aus Kindertagen. Das Foto wurde zwei Tage nach dem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hat aufgenommen.
Es zeigt Mike in einem selbst gebastelten Astronautenanzug und seinem Copiloten in der Hand, welcher Snoopy in einem Astronautenanzug ist.
In diesen Tagen zog er für sich den Entschluss fest: Er wird Astronaut.
Über die Jahre wo er älter wurde, verlor er kurzzeitig diesen Traum. Wie es vielleicht vielen kleinen Jungs so geht. Erst Feuerwehrmann und dann doch Versicherungsmakler. 😉
Dann sah er den Film „The right Stuff“ und war sofort wieder Feuer und Flamme, Astronaut zu werden. Wie sich später rausstellte brauchte er auch dieses Feuer.

Kurz zusammen gefasst, er bewarb sich vier Mal bevor er genommen wurde. Um genommen zu werden verlangte er sich alles ab beim erreichen seines Examens, er arbeitete im Spacecenter und er trainierte seine Sehfähigkeit mit einem Spezialisten auf das Maximum.

Als er dann endlich genommen wurde und trainiert wurde auf seinen Einsatz kam DER Moment. Es ging ins Weltall.
Über eine Rampe bewegte er sich in Richtung Spaceship. Und als er auf dieser Rampe stand und zum Glück erst dann, wurde ihm bewusst:“ Was mache ich hier? Ich sitze auf einer Bombe und fliege ins Weltall. Ich könnte dabei sterben.“
Er stieg ein und flog.
Es ging alles gut. Er kam wieder an. Und er flog noch einige Male mehr ins Weltall.
Er begriff für sich selber, dass wenn das Weltall der Himmel ist, ist unser Planet das Paradies. Er sagt unser Planet ist so unfassbar schön aus dem Weltall. Mh das werde ich Tante Trude aus Buxtehude wohl nie live sehen, aber so wie er es erzählt kann es nur wahrsein.

Noch schöner sagt er werden solche Reisen mit einem Team hinter sich. Einem Team wo man weiß, man gewinnt zusammen aber noch wichtiger man verliert auch zusammen.

Und für mich der Moment wo mir die Tränen in die Augen kamen war sein letztes Bild.
Auf all diesen Reisen war einer immer mit in seinem Team. Sein Copilot Snoopy. Er hatte ihm damals versprochen, dass sie zusammen ins Weltall reisen und er hat dieses Versprechen gehalten.
Gott war das ein schöner Vortrag! Was für ein gelungener Auftakt.

Da nach kam ein sehr interessanter Vogel. Ich glaube der hatte noch so einige Geister von letzter Nacht bei sich. Darum erspare ich euch seinen Vortrag und ziehe nur eine Quintessenz aus seinem Vortrag: Wir Werber sind mit Schuld daran das es Fake News gibt und sich unsere Content Welt so sharebel orientiert. Heißt das alle nur hinter ran sind Storys so zu erzählen, dass sie weiter getragen werden. Unter diesem Trend leidet dann leider oft die Realität.
Er hat aber zwei echt coole Cases gezeigt die ich euch nicht vorenthalten will.
Nr 1: Fake News, so wird auch das langweiligste Event zum Happening. http://www.dailymotion.com/video/x1erka4_what-do-petanque-fishing-and-knitting-have-in-common-zero_fun

Und Nr 2: https://m.youtube.com/watch?v=BAByjomVFvw

Gut. wir dürfen ja heute nicht vergessen die nächsten zwei Tage geht es um Lions Health. Wichtiges Thema wo sich so einiges tut. Das sehen wir vor allem bei unserem nächsten Vortrag.

Auf der Bühne der so genannte SnapchatDoc. Shafi Ahmed. Shafi hat die erste OP mit Google Glass und jetzt auch mit Snapchat Glasses absolviert. Und in diesem Jahr die erste OP in 360° VR übertragen.
Warum macht er das?
Die Zahlen sind beeindrucken. Er sagt er muss die Medizinstudenten auf den Kanälen erreichen wo sie sich aufhalten.
Mit seinen OPs erreicht er teilweise 55.000 Menschen live.
In einer Uni wären es vielleicht 100 und die würden in einem Audimax in der letzten Reihe sitzen und nichts mitbekommen.

Ich finde es klasse! So kann man Technik, Plattformen und Menschen wirklich clever einsetzten.
Aktuell arbeitet er jetzt an der Hololens. Hier wird er dann sogar als kleiner Avatar mit im Raum sein.
Wer starke nerven hat und sehen will wie das aussieht, hier der Link zur OP.

So jetzt wird es aber wirklich mal Zeit für die Polstersitze in den beiden großen Theatern. Rüber, durch die gefühlten 40 Grad, in das Palais1.

Hier wollte ich eigentlich voller Vorfreude mir den Vortrag von zwei Frauen ansehen, die neben ihrer normalen Arbeit in einer Agentur, einen Film gedreht haben. Dieser Film hat beeindruckend viele Awards gewonnen und ist jetzt im Rennen um einen Shortlist-Platz bei den Oscars.
Aber wie das dann manchmal leider so ist, das Produkt ist gut aber verkaufen können sie es nicht.
Die beiden Damen kamen in einer Partnerhose, beide schön weiß, auf die Bühne.
In ihren Händen gefühlt alle Vokabelkarten, die ich gerade in meinem alten Kinderzimmer entsorgt habe. Wo haben die die wohl her?
Aber nein wir haben geübt. Jede immer schön einen Satz, aber bitte nicht miteinander reden. Uhh das war so lala Girls. Wird aber glaube ich dem Projekt nicht gerecht und darum beschreibe ich euch kurz eher das Projekt. Finde ich nämlich eine super Idee.

In den USA gibt es eine Vereinigung die sich dafür einsetzt, dass Familie die getrennt sind auf Grund von Flucht oder Armut sich wieder sehen. Denn oft haben diese Familien nicht das Geld um sich zu sehen.
Die Organisation heißt Hellovuelo http://www.hellovuelo.org. Tolle Idee. Vielleicht auch etwas für Deutschland.
Für diese Organisation haben die beiden weiße Hosenfrauen, den Film gemacht.
Der Film dreht sich um eine Frau die in den USA lebt und sehr krank ist. Sie muss zu Dialyse und kann daher Ihre Kinder seit 12 Jahren nicht mehr sehen.
Der Film dreht sich darum sie mit ihrer Familie wieder zu vereinen.
Aber seht selber, hier der Trailer: https://vimeo.com/162647784

Wie gesagt schöne Geschichte, leider konnten die beiden sie nicht erzählen. Aber ich glaube der Film und erst recht die Organisation ist großartig.

Ja und dann juhu mal wieder so eine unverhoffte Perle.
Ich bin einfach mal Sitzen geblieben um mir anzusehen: „If you love something, set it free“
Ehrlich diese Titel sind hier mittlerweile so krass austauschbar. Das ist schon fast ohne Worte. Aber hier hinter versteckte sich die Perle in der Auster.
Ich glaube ja auch, dass hier in Cannes alle nur so viele Austern essen, weil sie dabei hoffen eine Perle zu finden mit der sie sich das Hotelzimmer leisten können 😉

Okay genug gewitzelt zurück zum Thema.
Ganz einfach AIB-Bank. Eine Bank aus Ireland. Diese Bank hat über die Jahre etwas ganz besonderes geschafft. Diese Bank war so unbeliebt, dass sie mit 6% den weltweit niedrigsten Brand Trust Wert einer Marke hatte.
So wie daraus kommen war die Frage. Name ändern? Alles ändern oder mit dem gegebenen arbeiten?
Sie haben sich dazu entschlossen mit dem gegebenen zu arbeiten.
Und was haben sie? Sie sind Sponsoren der Ireland Club Championship im GAA.
Problem: Dieses Event findet im Winter statt, es sind meistens leere Stadien, weil es gibt 2000 Clubs und nur 5 Millionen Menschen leben in Ireland.

Was also tun? Sie haben aus diesen Gründen den Sport zu #theToughest ernannt. Denn wenn sogar der beste Spieler des Landes alles schon gewonnen hat, nur diese Medaille noch nicht, dann kann es nur so sein.

Dann haben sie sich dran gemacht und mit wenig Geld wirklich geilen Content produziert. Und an dieser stelle feuere ich euch einmal ein paar Videos ab.
Denn diese Kampagne spricht für sich. Nur zum Schluss: Von 6% Brand Trust sind sie jetzt bei 57% und haben auf ihren Videos 20 Millionen Views pro Jahr.
WoW das ist Content Marketing!

Hier haben sie bei allen Clubs Videokameras in den Umkleiden gehabt, das kam dabei raus: https://m.youtube.com/watch?v=DBxk0yGE7TQ

Und hier haben sie die Fans herausgefordert:
https://m.youtube.com/watch?v=WwGsnLDRxYU

Dieser Kerl ist der Arme der noch nie eine Clubmeisterschaft gewonnen hat:
https://m.youtube.com/watch?list=PLd9ritbB3yj4flTfSZhGJ8fjw5EpSauqI&v=5m5jgmc6ecc

Kurze Pause. Gleich geht es weiter. Dann mit einem Mentalist. Oh:)

Was hab ich mir eigentlich unter einem Mentalisten vorzustellen? Und muss ich Angst haben das er in meinen Kopf sehen kann?
Also der Mentalist der jetzt auf die Bühne kommt hat auf jeden Fall zwei Eigentschaften. Nummer 1: WoW sieht der gut aus. Nicer Look. Und Nummer 2: WoW kann der schnell sprechen. Der überschlägt sich fast. Er kommt auch wieder aus Ireland. Was denn hier heute los? Habe ich meinen irischen Tag, ohne es zu wissen?
Hier mal ein kleiner Eindruck von Keith Barry, für euch:
https://m.youtube.com/watch?v=wL6o2zOOpew

Guckt ihn euch auf YouTube an. Jan-Eric und ich waren hin und weg danach, aber es ist so schwer zu beschreiben.
Da es bei uns ja immer noch um Werbung geht, das kann er auch: https://m.youtube.com/watch?v=pyFNYKW8kRs

Gut das war der erste Tag mit Sessions. Wer jetzt noch nicht genug gelesen hat, kann hier noch die Geschichte von Armin und Jean-Reamy sich in 2:30min ansehen. Die beiden hängen wunderschön gezeichnet im Groundlevel des Palais. https://www.canneslions.com/stories/2017/06/16/where-armin-met-charles-remy

Euch allen einen schönen Abend, ich mache mich jetzt auf den Weg zur ersten Award Show. Beste Cases dann auch wieder hier.

Wie der Astronaut sagen würde: „Over and out“

Franzi

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