Was zur Hölle ist ein Nelfi?

ACHTUNG WICHTIGER GEBRAUCHSHINWEIS: DIE FOLGENDEN ZEILEN SIND WIEDER EINMAL NICHT GENAU UND AUCH DIE RICHTIG LÄSST ZU WÜNSCHEN ÜBRIG. ABER ICH HABE ES MIT VIEL HERZBLUT FÜR EUCH GESCHRIEBEN

 

Oh man Leute was für stürmische Tage. Nicht nur wegen der DMEXCO. Über Deutschland fegt der erste richtige Herbststurm, der Wahlsturm und der Grippesturm bei Air Berlin Piloten. Was ist hier eigentlich los. Reisen war wirklich nicht leicht in den letzten Tagen und nun, ganz am Schluss, wo selbst ich nicht mehr damit gerechnet habe trifft es auch mich.Flug gecancelt und die Bahn kommt auch nicht (ob das wirklich am Sturm liegt?)

Naja egal, was ist denn eigentlich vorher passiert? Seit dem 12.09.2017 habe ich mich in der Stadt des „Frohsinns“ befunden. In Köln.

Am Dienstag hatten wir mit der Firma ein sehr nettes Vertriebsmeeting, mit einem Sport der für uns Dorfkinder quasi die Aufnahmeprüfung in die Dorfgemeinschaft war. Wir waren Kegeln. Herrlich!

 

Am Mittwoch startete dann die Weltweit größte Messe für Digitale Themen, die DMEXCO. Menschen aus der Branche wird nicht entgangen sein das diese Messer mehr als nur einmal in den letzten Wochen todgesagt wurde. Mit den entsprechenden Erwartungen bin ich auf diese Messe gegangen. Wird es der Leichenschmaus oder erfindet sie sich neu?

Die Liste der Speaker liest sich schon einmal mehr als imposant und lässt auf der Informationsebene einiges erwarten. Große Agenturen wie die Mediacom halten sich hingegen dieses Jahr von der Messe fern und haben keinen Stand.

Schon das betreten der Messe verhieß einiges neues. Ein DJ auf einem Podest begrüßte die Massen mit uplifting Beats und sollte uns alle wohl noch einmal mehr in Wallungen versetzten.

Ich kam quasi durch den Hintereingang rein und landete bei den Startups. Diese waren dieses Jahr eine Ebene höher und wurden von leeren Wassertanks umringt. Was für eine Analogie da wohl dahinter stecken sollte.

Egal. Wir hatten unseren Stand in Halle 8.  Nach dem morgendlichen Tschaka wurde erst einmal ausgeströmt. Ich musste erst einmal gucken was es alles so neues gab auf der Messe und bewegte mich von Halle zu Halle.

Nach dem sich bei diesem Rundgang für mich geklärt hatte, alles immer noch beim alten, konnte es in den ersten Vortrag des Tages gehen.

Zwei Schwergewichte standen sich auf der Bühne gegenüber. Sir Martin Sorrell (CEO von WPP) und Jack Dorsey (CEO von Twitter, CEO von Square und mit im Board bei Walt Disney)

Wenn man Jack sich so genau ansieht, sieht man wieder ganz klar eines (was wir in Deutschland noch nicht so für uns verinnerlicht haben) es ist eine neue Zeit der Führungskräfte angebrochen.

Mit Jack haben wir auch die Plattform für unseren aktuellen Cannes Trend auf der Bühne und deswegen freute es mich umso mehr das er dieses Wort mehr als nur einmal verwendet hat: ZEITGEIST.

Im Gespräch gehen die beiden auf die aktuellen Ereignisse in Charlottesville ein. Hier hat Twitter sich dazu entschieden die Hassnachrichten von seiner Plattform zu löschen. Eben so Facebook. Da stellte sich mir doch sehr schnell die Frage, warum geht das nicht in Deutschland. Warum ist das bei uns so ein riesen Thema.

Jack sagt auch das es ihm wichtig ist das seine Plattform das Sprachrohr für Meinungen ist und genau aus dem Grund lässt er auch Herrn Trump seine Beträge online, aber das war ihm doch to much.

Klar war Trump ein Thema, kein Nutzer seiner Plattform ist bekannter. Aber er ist der Meinung das es richtig ist ihn dort weiter machen zu lassen. Er macht es schon immer in dieser Form und anders würden wir vielleicht nicht die ungefilterte Wahrheit erfahren.

 

Was kein Thema in diesem Gespräch war, was ich selber aber für mehr als nur Smart halte: Jack ist CEO von Twitter. Jack ist zur gleichen Zeit aber auch CEO von Square Inc. welches ein Unternehmen für Finanzdienstleistungen und mobiles Payment ist.

Nun stellst euch einmal vor als Chef von Twitter bekommst du am schnellsten auf dieser Welt mit wo sich gerade etwas bewegt. Wie clever ist es dann mit Geld zu arbeiten, denn die Schwingungen unserer Welt beeinflussen unser Geld.

In meinem nächsten Vortrag den ich mit angesehen habe, wurde mir wieder eines sehr bewusst. Meine Generation den Millenials hat wirklich so ein Bedürfnis nach alten Werten. Da steht die Marketingchefin von Olympus auf der Bühne und spricht über die Olympus Pen. Diese Kamera sieht eins zu eins so aus wie die, wo mit mich noch mein Opa fotografiert hat. Ist das nicht witzig. Und was löst sie in mir aus? „Haben will“.

Olympus arbeitet mit dieser Kamera sehr erfolgreich an Kampagnen wo sie Männer und Frauen als Influencer nutzen und mit ihnen Events fährt. https://m.youtube.com/watch?v=ES9iU3hfXxM

 

Schön auch die Überschrift des nächsten Vortrages: Sind wir Digital betrunken? Und die klare Antwort der Speaker:“ Also wenn Deutschland digital Betrunken ist, dann haben viele andere Länder schon eine Alkoholvergiftung.

Großes Thema in allen Talks in denen ich war, war das Thema Streuverluste minimieren. Das ist auch kein neues Thema für uns alle, aber hier und heute wurde es schon sehr aggressiv angesprochen.

L´Oreal glaubt für sich dieses Thema mit Formaten wie dem Glossy Talk sehr gut steuern zu können. Wer dieses nicht kennt, wirklich sehr erfolgreich auf Youtube und ein Auge wert. Hier einer meiner Favoriten: https://m.youtube.com/watch?v=07wQDJNDKMM

 

So Kinder und dann war es soweit. Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich eines meiner Idole live sehen. Mir platzte schon weit im voraus immer der A. in Erwartung auf dieses Event, aber es hat einfach alles überstrahlt was ich erwartet habe.

Meine Damen und Herren, auf der Bühne Sheryl Sandberg, COO von Facebook. Vor Facebook war sie bei Google. Die Frau hat also schon in zwei der GAFAs selber gearbeitet. Sie selber hat ihren Abschluss in Harvard gemacht und sie kann einfach reden.

Die Frau ist auf der Bühne eine komplette Erscheinung und kann sich artikulieren wie eine Königin.

Der Inhalt war aber auch sehr interessant. Facebook, bzw. Mark Zuckerburg hat im Juni diesen Jahres die Mission von Facebook geändert in: To give people the power to build community and bring the world closer together.

Um diese Mission zu unterstreichen hat Sheryl einige Beispiele mitgebracht.

Zum Beispiel ein Startup, das eine App entwickelt hat, die mit der Kamera unserer Smartphones unsere Haut scannen kann und dann somit Hautkrebs erkennen kann. Das krasse an dieser App, sie erkennt Krebs besser als es Ärzte heute können und ist trotzdem jedem zugänglich.

Ich finde das Wahnsinn. Gerade ein Mensch wie ich, mit eher Wandfarbe als Make-up wartet gut und gerne mal sechs Monate auf einen Termin beim Hautarzt.

Noch krasser ist dieses Projekt in VR. Es heißt Walk again und ist ein VR Trainer für Menschen das laufen wieder zu lernen. Seht selber: https://m.youtube.com/watch?v=q5CffnV31Lo

Oder auch ein ganz tolles Beispiel aus Deutschland. In Berlin bauen Flüchtlinge aus dem Holz ihrer Flüchtlingsboote Möbel, erlernen so einen Job und haben die Chance auf eine bessere Zukunft in Deutschland. Der Vertrieb dieser Möbel erfolgt über Facebook. https://m.youtube.com/watch?v=PRHDLMxMir8

Und auch das Museums Café und Hofladen in Zeisset hat durch Facebook eine neue Zukunft erhalten. https://de-de.facebook.com/MuseumsCafeZeisset/

Facebook stützt seine Arbeit auf drei wichtige Punkte:

  1. Fokussiere deine Mission

Egal was wir machen, wie wir es machen, es ist wichtig das wir die Mission dahinter immer im Blick behalten und auf diese zu arbeiten.

Facebook sieht sich durch seine Plattform auch als Jobtreiber. Sie ermöglichen es kleinen, bis hin zu mittelständischen Unternehmen eine Sichtbarkeit in der digitalen Welt zu erlangen. Und das Ganze ohne große Kosten.

Es ist übrigens unheimlich lustig wie sie Mittelstand ausspricht.

 

  1. Bei dir deine Community

Jegliche Form von gemeinsamen Interesse hat die Chance sich auf Facebook seine eigene Community aufzubauen. Hier gibt es wirklich alles. Zum Beispiel auch eine Papa Gruppe.

Hier erzählte sie das Beispiel von einem Vater dem vor Weihnachten das Geld für Geschenke für seine Kinder fehlte und er dann in die Gruppe postete das er sich in dieser Situation befindet. Kurze Zeit später trudelten die erste Pakete per Post bei ihm ein. Die Community hilft sich gegenseitig.

  1. Erzähle wer DU bist.

Fördere eine Unterhaltung, eine Diskussion rund um deinen Brand. Diese Form hilft es authentisch zu sein. Nie gab es eine Zeit für Marken, wo es wichtiger wahr als jetzt authentisch zu zeigen wer man ist und wofür man steht.

Der Anspruch von FB ist es, die Werbung auf seinen Plattformen so gut aussehen zu lassen, das sie fast wie organischer Content daher kommt. Denn nur solcher Content bringt die User zum stoppen.

Gott für mich hätte diese Frau noch ewig weiter sprechen können. Das war viel zu schnell zu Ende. Ich gehe mal auf Youtube in die Verlängerung. Das kann ich euch auch nur empfehlen: https://m.youtube.com/watch?v=zNZB4J9o6Hg

 

Am Abend haben wir dann mit Weischer den Film „The Circle“ in einer Best View gezeigt. Es ist total spannend gewesen zu sehen, wie die Meinungen zu diesem Film auseinander gehen.

Für jemanden wie mich, der sich gerade jeden Tag mit Daten und der Digitalen Welt beschäftigt hat er mich doch sehr zum nachdenken gebracht. Mache ich eigentlich alles richtig in meinem Leben?

Ich gebe die Empfehlung: Unbedingt ansehen.

So und dann war es auch schon einmal wieder mehr Zeit für die Rockstars und die Nacht zum Tag machen. Diese Party ist wirklich mittlerweile legendär und gehört einfach wie das Amen in der Kirche mit zum DMEXCO Zirkus.

Wie passend, dass der nächste Tag gleich mit Johnson & Johnson startete und dem Digitalen Baby Sleep Coach. Gott ich finde das ganz furchtbar spucky, aber ich bin auch keine Mutter. Was meint ihr: Kind selber schlafen lernen oder einen Sleepcoach? Bildet euch selber eine Meinung: https://nodtosleep.com

Übrigens habt ihr die Präsentation von Apple mitbekommen und deren neuen Betriebssystem iOS11? Ab da könnt ihr zum Beispiel euer Smartphone in die Luft halten, auf ein Flugzeug tippen und es sagt euch welcher Flieger sich gerade über euch befindet. Oder auch eine Packung im Supermarkt fotografieren und es liefert euch sämtliche Informationen zu diesem Produkt. Wahnsinn.  Das revolutioniert definitiv mein Shopping verhalten.

Was heute auch ein kleines Highlight für mich war folgte als nächstes. Der Mann der direkten Worte. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß das ich es liebe wie Sir John Hegarty spricht. Sein Thema heute: „Liberating the creative voice“

Und was macht dieser Mann? Haut gleich am Anfang den Oberknaller raus und etwas über das ich noch nicht einmal nachgedacht habe. Und das obwohl ich mich jeden Tag mit Influencer Marketing beschäftige.

Seiner Meinung nach ist das Feld der Influencer der einzige Ort an dem wir Frauen nicht unter der Glasdecke zu leiden haben. In der Welt der Influencer kann jeder fern ab von Geschlecht, Aussehen und Neigung seine Karriere haben. Wie wahr!

Und noch etwas. Ein Produkt wie ein Brühwürfel kann seinen kompletten digitalen Durchbruch erlangen. Seht selber:  https://m.youtube.com/watch?v=xwx7NnPQ44U

Laut Sir John ist der Vorteil an Influencern das sie oft schon ein Verständnis für den Brand haben, da sie ihn schon selber länger nutzen und seinen Spirit atmen. Daher aber auch die Anforderung an den Brand sich selber ein Gesicht zu geben und eine Story die man erzählen kann.

Unilever saß mit Sir John auf der Bühne und die machten dann meinen Tag. Unilever hat seit gestern ein White Paper draußen das sich auf die Wichtigkeit von Kooperationen beruft. Das was ich eigentlich schon seit einiger Zeit predige. Ich habe es noch nicht gelesen. Vielleicht kommt ihr mir ja zuvor: https://foundry.unilever.com/#Home

Für das Ende meines DMEXCO Besuches habe ich mir noch die Kirsche auf der Sahne übrig gelassen und für euch auch. Also Gratulation an alle die es bis hier hin geschafft haben zu lesen.

Bonin Bough der Gott der Präsentation und ein Trendsetter der Szene.

Bonin stellt uns erst einmal eines seiner aktuellen Projekte vor. Den Sprung ohne Fallschirm aus einem Flugzeug. Whaaaatt: https://m.youtube.com/watch?v=6qF_fzEI4wU

Als ich ihn vor zwei Jahren gesehen habe war seine Erkenntnis noch das mehr Menschen auf ihr Smartphone schauen, als sich die Zähne zu putzen. Jetzt auf die Milennnials gemünzt sagt er 96% nutzen ihr Smartphone, aber nur 90% benutzen ein Deo. Das erklärt doch endlich einmal anschaulich warum es im Sommer so in Hamburgger S Bahnen stinkt.

In der neuen Genration gibt es übrigens auch eine große Gruppe von Menschen die nicht einmal mehr wissen was eine Email ist. Hier sind die Messanger im der Weg zu kommunizieren.

Fünf der Top 10 Apps der Welt sind Messanger Dienste.

Und ein kleiner Selbsttest für euch. Was macht er bevor ihr die Augen zu macht? Guckt ihr noch einmal euren Partner an und freut euch das ihr ihn habt oder schaut ihr auf das Smartphone? Also 80% gucken erst einmal auf das Smartphone.

Mhh sorry liebe Partner, aber bei 80% tut ihr es wahrscheinlich beide.

 

Auch ein super Trend. Das Nelfi = New Born Selfi. Mhh nett.

Eben so sind wir alle mehr geneigt dazu zu lügen. Warum sind wir das? Weil wir nur um auf das Smartphone zu gucken eher mal das WC benutzen bei einem Date oder einem Essen unter Freunden. Apropos Freunde. Wenn einer das Smartphone beim Essen aus der Tasche holt, haben wir eigentlich schon verloren. Warum? Naja guckt selber einmal fängt einer an, ziehen alle anderen nach.

Wer sich einmal selber von Bonin inspirieren lassen will, guckt ihm einfach auf YouTube zu: https://m.youtube.com/watch?v=HkNq2FUmHnM

Und dann war die DMEXCO auch vorbei und es geht nach Amsterdam.

Nach einem gecancelten Flug und einer Bahnfahrt mit dem Titel:“Stehen erster Klasse“ War ich endlich in Amsterdam. Hier wurde ich auch sehr freundlich begrüßt. Mein Taxifahrer war eine türkischer Mitbürger, der mir erst einmal zu verstehen gab, dass er deutsche nicht mag, das er Hamburg nicht mag und das schlimmste wäre der HSV. Gut ich habe seit 20 Jahren eine Dauerkarte, ich halte jetzt einfach lieber den Schnabel.

Ab heute geht es zur IBC. Freut euch auf News vom Big Screen und wir lesen uns bald wieder.

Schönes Wochenende für euch.

Liebe Grüße eure

Franzi

 

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