Wenn aus Spaß Ernst wird – Fazit SXSW 2018

ACHTUNG WICHTIGER GEBRAUCHSHINWEIS: DIE FOLGENDEN ZEILEN SIND WIEDER EINMAL NICHT GENAU UND AUCH DIE RICHTIG LÄSST ZU WÜNSCHEN ÜBRIG. ABER ICH HABE ES MIT VIEL HERZBLUT FÜR EUCH GESCHRIEBEN

Déjà-vu im A380 kann man diesen Sonntag wohl gut nennen. Vor genau sieben Tagen fing an exakt dem selben Sitzplatz 53 E meine Reise zum SXSW an.
Jetzt, sieben Tage später, möchte man ja immer gerne Resümee für sich ziehen. Gott was für hochtrabende Worte schon am Anfang des Blogs. Déjà-vu und Resümee. Mal sehen wo der Spaß mit uns hingeht.

Sind es eigentlich wirklich schon sieben Tage gewesen? Wo bleibt die Zeit immer bei diesen Festivals? Ich kann es euch nicht sagen. Das Wissenslevel im Kopf fühlt sich an als wäre ich gerade auf dem Rückweg von einer sechswöchigen Fortbildung in Havard und mein Körper denkt: „Was schon wieder 10 Stunden sitzen? Haben wir doch erst gestern gemacht.“

Um mit den Worten meines Songs für das SXSW 2018 zu starten: Oh come with me now = https://m.youtube.com/watch?v=Gz2GVlQkn4Q

SXSW ist eine 360 Grad Reise durch das Leben und damit meine ich online, sowie offline und die Kombination daraus. Durch die Kombi Interaktiv, Politik,Start Ups, Blockchain, Film, VR, AR,MR, TV, Radio, Musik, Gaming und Kunst hat man einmal alle möglichen Interessenfelder eines Menschen abgedeckt und dabei wird einem eines klar:
Kurzer Disclaimer, der folgende wunderbare Satz ist in einem Gespräch mit Max Ströbel von Achtung entstanden. Wir haben darüber geredet wie unglaublich vielfältig dieses Festival ist und damit auch die Dinge die man für sich selber mitnimmt.
Früher hat man dann von diesen Festivals Produkte, Firmen, Technologien oder Methoden mitgenommen, die man dann wiederum „zu Hause“ in seinem Umfeld anwenden und/oder umsetzten konnte. Das ist heute nicht mehr so. Die Bereiche die uns Berühren sind so unglaublich vielfältig geworden, dass die Klammer die alles Verbindet diese ist:
Wie schafft es der Mensch sich von der Maschine abzugrenzen und wie arbeitet er gleichzeitig mit ihr zusammen.
Und für mich ganz persönlich wie vermittle ich diese Themen ins Büro nach Hause, ohne das eine Gimmick des Jahres

Das spannende hier bei: Wir waren als Mensch sehr lange abhängig davon, was einzelne von uns aus den neuen Methoden oder Techniken gemacht haben. Jetzt wird aber durch die neuen Techniken auf einmal der Markt so viel mehr diverser und es ergeben sich so viele neue Chancen, zum Beispiel das Internet wieder sicherer, genauer und für den einzelnen transparenter zu nutzen.
Dem Gegenüber stehen natürlich Lobbys wie die Banken, die Juristen und auch die Politik. Denn was wird aus uns, wenn auf einmal kein Jurist mehr für einen Vertrag gebraucht wird. Start Ups können sich vielleichter Gründen und was ist eigentlich gerade die wertvollste Währung? Wirklich noch die die bei den Banken liegen oder sind es die Tokens in der Blockchain?

Dabei basieren diese Veränderungen aus meiner Sicht auf einem Satz, den ein Uberfahrer zu mir sagte, nach dem ich sein Taxi verlassen habe:
“ Take care of each other, its all that we have left.“

Recht hat er. Wir sind am Zug aus dieser Welt das zu machen, was sie in den nächsten Jahrhunderten sein soll. Wir haben es in der Hand, dass wir eines Tages alle Weltbürger sind und nicht die realen Zäune weiter aufbauen. Wir sind am Werk ein Sicheres Netz im Netz aufzubauen.
Was muss ich dafür tun?
Zum Beispiel zum SXSW zu gehen. Dieses Jahr waren die Deutschen die zweitgrößte Gruppe an Besuchern in Texas. Das ist gut, denn legt das Ohr an die Welt.
Die Digitalisierung ist da. Wir sind an der Reihe zu überlegen wie wir mitspielen wollen auf der Welt. Was ist eigentlich unser größter Wert in Deutschland? Was können wir bieten? Was ist der größte Wert von Weischer.Media?
Ich glaube so einiges, wir müssen nur mutiger werden. Den Perfektionisten zu Hause lassen und einfach mal machen. Wenn wir nicht anfangen den Denker mit dem Macher zusammen zu bringen, zerdenken wir die Zukunft.
Und das was wir als Zukunft sehen, ist in anderen Ländern schon Realität.

Ich bin froh über die offenen Wort die wir Deutschen uns in Texas und vor allem später auf Social Media an den Kopf geworfen haben, aber ich denke es ist Zeit das wir uns klar werden was setzten wir davon auch um.

Die Gefahr von solchen Festivals ist es immer, das man komplett aufgeladen nach Deutschland zurück kommt und dann gegen diese Wand des „Ach die war beim SXSW, wir sind hier in Deutschland, hier geht das nicht“, rennt. Da werden wir alle gegen rennen, aber wichtig ist weiter zu rennen. Irgendwann kommt Gleis 9 3/4 und Träume werden wahr.

Was wäre denn mein Traum? Womit renne ich gegen die Wand?
Mich ganz persönlich hat die Mixed Reality Welt fasziniert und was sich damit machen lässt im Kino. Ich will gerne mehr mit der HoloLens experimentieren und unseren Weg der VR Welt im Kino definitiv weiter verfolgen. Einfach mal machen.

Dann fasziniert mich das Thema Esports seit ich die NBA hier gesehen habe und das leuchten in den Augen der Gamer. Ich glaube da muss noch mehr Druck in Deutschland drauf und ich bin froh das wir bei Weischer in beiden Themen schon so mutig waren hier los zu rennen. So haben wir ein wenig Vorsprung, aber wir sollten uns nicht zu sicher sein.

Ein Thema das mich schon nach Tel Aviv fasziniert hat, ich dann wegen dem Bitcoin-Hype wieder vergessen habe, ist Blockchain. Hier werde ich definitiv noch einmal weiter graben was dieses zum einen für die Außenwerbung für uns parat hält, als auch für den Daten und LizenzTransfer im Kino.

Und dann ganz generell: Be more open and go with the flow. Einfach mal wieder Menschen anschnacken. Im Fahrstuhl, in der Bahn, in der Bar. Hinter fast jedem Menschen war hier in Austin ein Geschichte die es zu hören gehörte.
Der Schwule Uberfahrer, der von einer Ranch kam und es bestimmt nicht leicht hatte so aufzuwachsen.
Dem Musiker von dem Austin Orchester, der schon an so vielen Orten dieser Erde gelebt hat und jetzt mit seinen drei Hunden glücklich in Texas ist.
Oder die Schauspielerin aus LA die in Texas eine der Promoterin war die bei 32 Grad sechs Stunden in den Ready Player One Anzügen auf der Straße gelaufen ist und sich sicher ist, das sie dieses Jahr noch den Durchbruch schafft.

Hört den Menschen zu! Und danke euch, dass ihr mir „zugehört“ habt. Ihr werdet nicht drum herum kommen noch so einiges die nächsten Wochen von mir dazu zu hören, aber glaubt mir es lohnt sich.

Sprecht mich gerne zu Themen an. Fragt wenn ihr Fragen habt. Geht mit mir Kaffee im Café Hans trinken.

Und jetzt ab gegen die Wände rennen, wir haben noch viele Löcher zu finden.

Eure
Franzi

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